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Geschichte

Die wichtigsten Eckpfeiler der Geschichte von Schloss Wartensee

Das hoch über dem Bodensee gelegene Tagungs- und Begegnungszentrum - die Wart am See - ist Zeuge einer bewegten baulichen Vergangenheit. Seine heutige Gestalt ist stark geprägt von seinen früheren Eigentümern und deren gesellschaftlichen Beziehungen. Im Besonderen trifft dies auf die Familien Blarer von Wartensee zu, die als Schlosseigner von 1377 bis 1719 die Burg zum dreifachen Wohnsitz ausbauten, sowie den englischen Komponisten Robert Lucas Pearsall de Willsbridge, dessen Sohn von 1843 bis 1853 die überalterten Gebäulichkeiten zum heutigen repräsentativen Schloss neugotischer Erscheinung umgestaltete.

1243 wurde der westliche Turm von Ritter Heinrich von Wartensee als Wohnturm erbaut.

1377 heirateten zwei Erbtöchter von Wartensee die beiden Brüder Walter und Diethelm Blarer aus St. Gallen. Walter und Klara wurden die Stammeltern der Familie Blarer von Wartensee, in dessen Besitz die Schlossgüter bis 1719 blieben

1757 kaufte das Kloster St. Gallen einem privaten Besitzer das Schloss für 12000 Gulden ab.

1843 erwarb der englische Baron Robert Lucas Pearsall de Willsbridge, Ritter des Ordens von St. Johann von Jerusalem, die Liegenschaft. Sohn Robert Lucas gestaltete nach dem Tod des Vaters die mittelalterliche Burganlage zum heutigen Schloss mit neugotischer Prägung um. Auch die Parkanlage stammt aus jener Epoche.

1955 wurde die Liegenschaft nach vielen Besitzerwechseln vom Verein Ostschweizerische Evangelische Heimstätte Schloss Wartensee gekauft und als Bildungshaus genutzt.

1984 ging das Schloss in den Besitz der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen über. Sie hat die Gebäulichkeiten in den Jahren 1994-1996 durch eine grosszügige Renovation den neuzeitlichen Bedürfnissen eines Tagungs- und Begegnungszentrums angepasst und die Betriebsführung einer Stiftung übertragen.


2000 Auszeichnung mit dem Qualitäts-Gütesiegel Stufe I für den Schweizer Tourismus.
2002 Erster Platz bei der Wahl zur beliebtesten Tagungsstätte des Jahres.
2003 Zweite Stufe des Qualitäts-Gütesiegels für den Schweizer Tourismus
2003 Erneut Siegerin bei der Wahl zur beliebtesten Tagungsstätte des Jahres.
2004 Brandschutzzertifizierung durch das Schweizerische Institut zur Förderung der Sicherheit
2004 Der Schloss Park wird durch die Stiftung Natur & Wirtschaft als Naturpark zertifiziert.
2007 wurden wir durch Gastrosuisse nach international anerkannten Standards der Hotelklassifizierung ausgezeichnet

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Nordansicht um 1714
Links der Wohnturm von 1495 mit Rundbogenfenstern und Pultdach, in der Mitte der Palas von 1451 und dahinter das Dach des Wohnturmes von 1243. Rechts der Turm aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Südansicht von 1806

Links der Wohnturm von 1243 unter abgeschlepptem Turmdach, die baufällige Schildmauer und rechts der Osttrakt mit Wohnturm unter einem Pultdach.

Nordansicht um 1860

Bauzustand nach der Umgestaltung von Robert Lucas Pearsall de Willsbridge.

Einen ausführlichen Einblick in die Geschichte, Architektur und den umfangreichen Umbau gibt unser Burgenführer (Heft 1997/1 des Schweizerischen Burgenvereins), den Sie auf Schloss Wartensee kaufen können. Selbstverständlich senden wir ihn Ihnen auch gerne zu. Ein Anruf oder Mail genügt!